Ein Schiffsleben
Am Freitag, den 3 Juli 1959 um 12.50, wurde auf der Weser die TS/Bremen in den Dienst gestellt. Zu diesem Zeitpunkt hatte dieses Schiff schon eine lange und bewegte Vergangenheit hinter sich. Als Pasteur wurde sie 1938 in Frankreich, auf der Werft Chantiers et Atelier de St.Nazaire-Penhoet gebaut. Aber die Franzosen hatten mit der Pasteur wahrlich kein Glück, denn schon vor der ersten Linienfahrt brach an Bord ein Feuer aus und verlängerte die Werftliegezeit um ein viertel Jahr, danach brach der zweite Weltkrieg aus und die Franzosen setzten das Schiff als Truppentransporter und Lazarettschiff ein.
Am 18. September. 1957 verkaufte die französische Regierung die Pasteur für 30 Millionen DM an den Norddeutschen Lloyd.
Am 28. Sept. 1957 erreichte die Pasteur in einem schrecklich verkommenen Zustand die Bananenpier in Bremerhaven, wo Sie in zwei Monaten entrümpelt und ausgeweidet wurde.
Am 8. Jan. 1958 wurde die Pasteur nach Bremen zur Vulkan Werft geschleppt. Der Umbau begann am 10.Jan. 1958 und endete nach 500 Tagen am 23 Mai. 1959. Dieser Umbau kostete dem Norddeutschen Lloyd ca. 65 Millionen DM.
Am 9. Juli 1959 brach die T/S Bremen zu Ihrer Jungfernfahrt von Bremerhaven über Southampton und Cherbourg nach New York auf, wo an der Pier 88 48 Street Ihren festen Liegeplatz hatte. Die Überfahrt dauerte 7 Tage und die Liegezeit betrug meist 2 Tage.
Abschied nehmen, von einem schönen Schiff !
Nach 175 Atlantiküberquerungen und 117 Kreuzfahrten verkaufte der Norddeutsche Lloyd die Bremen am 28. Okt. 1971 für 40 Millionen DM an die Chandris Reederei nach Griechenland.
Am Morgen des 12.Jan. 1972 um 8. Uhr kehrte die Bremen zum letzten Mal an die Columbus Kaje zurück, um 10 Uhr wurden die Flaggen heruntergeholt. Es gab keine Bremen mehr.
Das Ende eines Schiffes mit bewegter Vergangenheit.
Als die Regina Magna verließ die Ehemalige Bremen Ihren Heimathafen Bremerhaven am 21.Jan. 1972. Sie wurde aber schon am 17. Okt.1974 in der Bucht von Perama bei Piräus aufgelegt. 1977 verkaufte Chandris die Regina Magna an die Saudis, wo sie in Djeddah, unter dem Namen Saudiphil1 als Wohnschiff für 3000 philippinische Gastarbeiter fungierte.
1980 wurde das ehemalige Turbinenschiff Bremen als Filipinas-saudi 1 an die Philsimport international in Hongkong verkauft, zum Schrottpreis von 6 Millionen DM. Bei der Überfahrt im indischen Ozean, bei Windstärke 9 bekam das Schiff am 6. Jun. Schlagseite uns sank am 10.Jun. um 8 Uhr 3000 Meter tief im indischen Ozean Position: 07Grad 35’N , 60Grad 12’O .












