Rettung in stürmiescher See
Das Problem, den wegen akuter Blinddarmentzündung in höchster Lebensgefahr schwebenden Jungen auf hoher See von dem US-Frachter Wolverine zu holen, bestand weniger darin, ein Rettungsboot bei Wellentälern von vier bis fünf Metern zu Wasser zu lassen. Für die Rettung aus Seenot sind die Boote ja gebaut.
Das Schwierigste war, das Boot bei der stürmischen See wieder hochzuhieven. Denn die Rückkehr des Rettungsbootes an Bord ist ja nicht vorgesehen.
Das Übernahmemanöver mit dem Boot, in dem der kranke Junge in Decken gewickelt auf einer Tragbahre festgeschnürt war, dauerte dann auch vier Stunden lang; von elf bis 15 Uhr.
Der Vater des Jungen, Direktor der amerikanischen Bethlehem-Steel-Gesellschaft, kam mit an Bord der, Bremen" in Cherbourg erzählte er: , Obwohl das Manöver gar kein Ende zu nehmen schien, hatte ich von Anfang an Vertrauen in den Erfolg."
Nach der Übernahme durfte Ruykert, ehe er auf den Operationstisch kam, sich erst einmal von den Strapazen im Rettungsboot erholen. Für die Operation mitsamt allen Vorbereitungen brauchte der Schiffsarzt dann nur noch eine halbe Stunde. Kapitän Rössing:, In 42 Jahren auf See habe ich nur drei Übernahmemanöver von Bord zu Bord gemacht. Dieses hier hat uns die meiste Sorge bereitet.
Ruykert Fowler, der kleine Amerikaner, der auf dem deutschen Ozeanriesen am Blinddarm operiert wurde, ist wieder wohlauf.
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